Drohnen, Cybersecurity und Recht
Shownotes
In dieser Folge spricht Volker Skwarek mit David Klein, Fachanwalt für Informationsrecht und Salary Partner der Kanzlei Taylor Wessing. Das Gespräch dreht sich um Auswirkungen, Gefahren und rechtliche Beurteilungen rund um Cybersicherheit und Drohnen. Im Anschluss ordnen Monina Schwarz und Ingo Timm das Interview ein.
Links zu dieser Folge
Dr. David Klein, Taylor Wessing
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Die Sicherheits_lücke ist ein Podcast der Hamburg Open Online University (HOOU).
Monina Schwarz, LSI Bayern
Volker Skwarek an der HAW Hamburg
Produktion und Musik: Christian Friedrich
Das in dieser Episode verwendete Bildmaterial steht unter der Lizenz CC-BY 4.0, Urheberin ist Anne Vogt.
Transkript anzeigen
Volker Intro: Moin Moin, herzlich willkommen zur Sicherheitslücke. In unserer heutigen Folge
Volker Intro: behandeln wir das Thema Drohnen und Recht und wir haben als Gast Dr.
Volker Intro: David Klein als Partner der internationalen Kanzlei Taylor Wessing mit seinem
Volker Intro: persönlichen Sitz in Hamburg.
Volker Intro: David ist spezialisiert auf IT-Recht und dort auch tatsächlich in allen Facetten,
Volker Intro: die er mit seinem Team behandelt.
Volker Intro: Und wir diskutieren mit ihm heute Auswirkungen und Maßnahmen und legale und
Volker Intro: grenzwertig legale Dinge oder auch legale Grenzen, um es mal anders auszudrücken,
Volker Intro: im Umgang mit Cybergefahren durch Drohnen.
Volker Intro: Das Interview haben wir in Hamburg geführt, in der Kanzlei und nach dem Interview
Volker Intro: ordnen wir das Ganze, wir heißt dann Ingo und Monina,
Volker Intro: in unseren allgemeinen Themenkanon der mehrteiligen Serie zu Drohnen und Cybergefahren ein.
Volker: Hallo David, wir sind ja hier bei der Kanzlei Taylor Wessing in Hamburg mit
Volker: schöner Perspektive auf die Elbphilharmonie.
Volker: Ich hätte dir echt gern irgendwie einen Podcast mit eingebaut.
Volker: Vielleicht machen wir nachher noch ein Selfie und kümmern uns um das Thema Cybersicherheit von Drohnen.
Volker: Kannst du kurz mal was, meinetwegen auch ein bisschen länger,
Volker: was zu deiner Rolle bei Taylor-Wessing sagen?
David: Ich versuche es mal kurz, aber ich bin Anwalt. Das heißt, es widerspricht sich
David: eigentlich schon per se.
David: Ich bin Anwalt im Bereich Tech on Data bei Televasing.
David: Das heißt, ich mache eigentlich alles, was irgendwie mit neuen Technologien
David: zu tun hat, Datennutzung und Datensicherheit.
David: Der Unterschied vielleicht so ein bisschen zu den echten Cybersecurity-Menschen
David: ist, dass wir selbstverständlich keine Techniker sind.
David: Das heißt, wir gucken mal mit der rechtlichen Brille drauf und haben so ein
David: bisschen noch die Aufgabe des Übersetzers.
David: Das heißt, wir müssen irgendwie gucken, wie wir die technische Wirklichkeit
David: nehmen und die versuchen zu subsumieren unter das, was der Gesetzgeber uns zur Verfügung stellt.
Volker: Also Technik ist dir egal. Das ist so ein abstraktes Risiko bei dir.
David: Na, ganz so kann man es auch nicht ausdrücken. Also aus zwei Gründen nicht.
David: Das eine ist, Technik macht mir Spaß.
David: Ohne das wird es auch nicht gehen. Also wenn man nicht ein gewisses Interesse
David: wenigstens daran hat, was Technik eigentlich anrichtet oder kann oder ermöglicht,
David: dann schafft man es nicht, das ins Rechtliche zu übersetzen.
David: Und das andere ist ja auch, wenn man sich anschaut, wie alt teilweise die Gesetze
David: sind, die wir auf technische Sachverhalte anwenden,
David: nicht im Bereich Cyber Security, da sind sie neu, aber im Bereich des Zivilrechts
David: zum Beispiel, da sind sie ganz alt und wir versuchen trotzdem zu gucken,
David: dass die neuen technologischen Sachverhalte da irgendwie zupassen.
David: Und das gelingt aber nur, wenn man wirklich dann im Zweifel in so einen technischen
David: Vorgang ganz, ganz tief einsteigt, versucht ihn zu verstehen.
David: Um dann zu gucken, okay, ist das irgendwie relevant für das,
David: was ich hier gerade rechtlich bewerte oder nicht?
Volker: Du sagst gerade neues Recht bei Cyber Security. Mir fällt da eigentlich gar nichts ein.
Volker: Also das neueste Recht, das wir seit ungefähr einem halben Jahr haben, haben wir ja noch nicht.
Volker: Also NIST 2 ist nicht das heutige Thema, aber Cyber Security und neues Recht,
Volker: da fällt mir irgendwie gar nichts ein.
David: Also mir fällt schon ein bisschen was dazu ein. Also erstens ja,
David: wenn das ausgestrahlt wird, wissen wir noch nicht, ob wir dann vielleicht schon
David: das Umsetzungsgesetz haben oder nicht. Den Entwurf gibt es ja mal wieder von
David: der neuen Bundesregierung.
David: Wir sammeln ja Referentenentwürfe. Und ansonsten, ja, so Cyber-Sicherheitsrecht im Produktbereich,
David: Cyber Resilience Act oder ähnliches, gibt es ja durchaus und das ist ja auch
David: für Drohnen relevant oder kann für Drohnen relevant sein.
David: Aber ansonsten, in der Tat, sind die Cybersicherheitsrechte unterschiedlich
David: aufgehangen, wenn man so möchte, im Rechtskanon. Also was meine ich damit?
David: Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten, wie ich Gesetze anwende.
David: Entweder auf ein Produkt, quasi Produktsicherheitsrecht.
Volker: Also wenn die Drohne zum Beispiel bei einem Cyberangriff kaputt geht,
Volker: dann habe ich Gewährleistung auf die Drohne zum Beispiel. Das ist noch was anderes.
Volker: Das ist noch was anderes, okay.
David: Wieder in einem noch etwas anderen Bereich, den ich jetzt gar nicht so meinte,
David: sondern die Produkthaftung betrifft zum Beispiel so etwas.
David: Wenn ich ein Atomkraftwerk betreibe, dann geht da vorne eine Gefahr aus,
David: die an sich schon besteht.
David: Da muss ich mir keine großartigen Gedanken machen, ob da irgendwas passiert
David: oder nicht. Ich habe bestimmte Vorgaben einzuhalten.
David: So ähnlich ist das im Kleinen auch bei der Drohne oder anderen Produkten,
David: dass ich mir überlegen muss, geht von denen eine tatsächliche Gefahr aus?
David: Dann unterliegen sie einer bestimmten Regulierung. Und bei Drohnen ist das eben,
David: weil sie so klein sie auch sind, ein,
David: ein kleines Luftfahrzeug sind und das fliegt durch die Gegend und kann potenziell
David: ja zum Beispiel jemanden verletzen.
David: Deswegen gibt es Regelungen dazu, wo darf ich mit einer Drohne fliegen,
David: wie schnell darf ich mit einer Drohne fliegen, wie schwer darf die Drohne sein
David: und so weiter und so fort.
David: Dann gibt es diese vertraglichen Regelungen im Miteinander. Also was passiert,
David: wenn meine Drohne kaputt geht, wenn sie runterfällt, obwohl sie nicht hätte
David: kaputt gehen dürfen dabei oder obwohl sie nicht hätte runterfallen dürfen.
David: Dann bin ich in vertraglichen Ansprüchen gegenüber meinem Händler, wo ich sie gekauft habe.
Volker: Aber dass dann die Drohne geht kaputt und nicht das unter der Drohne geht kaputt.
David: Genau, was unter der Drohne kaputt geht, da ist dann eher die Frage,
David: habe ich irgendwas falsch gemacht?
David: Deswegen habe ich ja eine Haftpflichtversicherung, oh Gott, also eine Haftpflichtversicherung,
David: die ich zwingend haben muss, wenn ich eine Drohne betreiben möchte oder fliegen möchte in Deutschland.
David: Auch bei den Kleinen sollte ich eine haben, weil halt immer was passieren kann.
David: Also ganz einfach gesagt, wenn ich mit einer Drohne rumfliege und das nicht
David: so gut beherrsche und dann meine Drohne sich auf einer Autobahn verirrt,
David: könnte das so das ein oder andere Problem auslösen.
Volker: Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher. Also ich habe ja auch so einen Drohnenführerschein
Volker: für diese Minimalklasse unter 250 Gramm.
Volker: Also da brauchst du eigentlich gar kein Führer, aber habe ich mal nebenbei mitgemacht.
Volker: Ich glaube, ich muss das Ding mittlerweile registrieren und mit der Registrierung
Volker: muss ich beim Luftfahrtbundesamt eine Haftlichtversicherung mit angeben.
Volker: Das heißt also auch die Minimaldrohnen haben so eine Versicherung.
Volker: Jetzt ist nur die Frage, wir müssen ja davon ausgehen, dass die bösen Hacker,
Volker: die mit den Drohnen irgendwas anrichten wollen, dass denen das egal ist.
Volker: Also im Zweifel würden die auch keine Eigentümerkennung auf die Drohne kleben
Volker: und eventuell auch nicht versichern.
Volker: Jetzt ist die Frage aber weniger auch dinglich so nach dem Motto,
Volker: was passiert, wenn die mir auf den Kopf fällt wenn die runterfällt, sondern,
Volker: was passiert, wie sagen wir mal, die fliegt jetzt bei mir vor das Fenster oder
Volker: bei dir und filmt Mandantenverkehr Gespräche,
Volker: E-Mails und so weiter ab und das Ganze wird dann publik ausgestrahlt irgendwo
Volker: im Darknet weil du halt deine Ransomware jetzt nicht bezahlen würdest,
Volker: Gibt es da irgendwelche Regelungen? Bist du dann selbst schuld,
Volker: dass du eine Drohne hast filmen lassen oder ist es dann doch der böse Hacker, den wir nicht kriegen?
David: Beides. Wie soll ich das erklären? Also das eine ist ein ganz gutes Thema überhaupt
David: mit den Drohnen, weil die haben wir ja tatsächlich regelmäßig mal,
David: insbesondere als die Elbphilharmonie noch neu war und eröffnet wurde,
David: ist einmal die Stadt Hamburg rumgeflogen.
David: Ich glaube, es war die Stadt Hamburg, um diese Werbeclips für die Elbphilharmonie
David: zu machen, inklusive des Flugs durch diese riesig lange Rolltreppe und, und, und.
David: Das heißt, es waren ohnehin Drohnen unterwegs, aber dann sind im Sommer auch
David: ganz viele Touristen drohnen unterwegs.
David: Und die Luschan auch mal hier so rüber in den Turm und wollen wissen,
David: was da eigentlich drin ist.
David: Da kann es schon mal passieren, dass eine Drohne vorbeikommt oder eben insgesamt
David: über den Hafen fliegt, je nachdem, was da gerade zu Besuch ist.
David: Hier unten ist der Gastanleger oder so ähnlich heißt der.
David: Gibt es auch mal ein Schiff, wo eine Drohne vorbeifliegt, um sich die anzuschauen
David: aus größerer Entfernung?
David: Und warum sage ich jetzt beides? Ja, das eine ist natürlich,
David: kann ich nicht einfach in den höchstpersönlichen Lebensbereich,
David: na gut, hier wahrscheinlich weniger der Lebensbereich als der Geschäftsbetrieb,
David: einfach eindringen und reinfilmen und gucken, was ist denn da eigentlich alles so los?
David: Das funktioniert in der Form grundsätzlich schon mal nicht. Meistens ist aber
David: das Recht auf Privatheit betroffen, aber eben auch Recht am eigenen Bild zum Beispiel.
David: Also das verliere ich ja nicht dadurch, dass ich im Büro bin.
David: Stehe ich am Fenster, kommt eine Drohne vorbei, knipst ein Bild von mir und
David: veröffentlich das im Internet zum Beispiel mit Typ steht am Fenster. Warum?
David: Dann hätte ich natürlich entsprechende Rechte gegen denjenigen,
David: der das Bild veröffentlicht. Allerdings sind das Rechte, die sich dann ganz
David: herkömmlich daran ausrichten, dass jemand halt ein Bild von mir veröffentlicht, was ich so nicht möchte.
David: Und weniger, die Drohne spielt da eher keine richtige Rolle,
David: sagen wir so, sondern ist quasi der Fotoapparat desjenigen, der es aufnimmt.
David: Und jetzt fragst du, was kann ich dagegen tun?
Volker: Nee, eigentlich die Frage noch eine Stufe weiter. Was kann ich dagegen tun,
Volker: kommt eigentlich gleich.
Volker: Aber die Frage ist, muss ich damit gerechnet haben?
Volker: Das heißt, du jetzt als Anwalt oder meinetwegen, wir haben irgendeine Firma,
Volker: die irgendwelche Firmengeheimnisse hat und die werden von draußen durch das
Volker: Fenster von der Drohne abgefilmt.
Volker: Eigentlich denken wir so in zwei Dimensionen.
Volker: Irgendwo auf der Fläche bewegt sich ein Angreifer zu uns.
Volker: Wir bauen drei Meter hohen Zaun. Alles gut. Jetzt haben wir die dritte Dimension
Volker: und die Drohne fliegt einfach gemeinerweise über diesen Zaun.
Volker: Musste ich damit rechnen oder kann man sagen, also erst mal zu meiner eigenen
Volker: Entschuldigung, nee, konnte ja keiner wissen, dass da ist eine Drohne drüber fliegt.
David: Ich bin jetzt kein Archäologe. Ich weiß nicht, seit wann wir Welle haben und
David: Ähnliches, um Angriffe abzuwehren.
David: Der technische Fortschritt, wie soll ich sagen, den muss ich ja schon ein bisschen
David: beachten, auch bei den Maßnahmen zum Schutz, die ich ergreifen muss.
David: Das heißt, ich kann mich auch bei sowas nicht darauf verlassen,
David: dass ich sage, na gut, vor 5000 Jahren hat es funktioniert, vor 3000 hat es
David: funktioniert, vor 20, also funktioniert es auch künftig gegen jede Bedrohung.
David: Sondern wenn ich realisiere, dass Drohnen eine Bedrohung sein können für mein
David: Sicherheitskonzept als Unternehmen und nicht nur seit,
David: das BSI hat ja auch so eine Kurzzusammenstellung gemacht, welche möglichen Angriffsszenarien
David: bestehen können und hat ja ganz klar gesagt, es gibt entsprechende Szenarien,
David: eben dass ich mit einer Drohne reinfilme und ausspähen kann,
David: ganz herkömmlich, wenn jemand ein Passwort eingibt oder ähnliches,
David: das abfilmen kann, aber natürlich auch Spoofing betreiben kann.
David: Ich kann eine Mittelattacken starten über eine Drohne oder ähnliches als Hilfsmittel.
David: Und spätestens mit so einer Veröffentlichung vom BSI kann ich mich nicht mehr
David: hinstellen und sagen, wer hätte das denn ahnen können.
David: Sondern dann trifft mich schon als Verantwortlicher, als Unternehmer zum Beispiel
David: die Pflicht zu sagen, gut, was kann ich denn für Schutzmaßnahmen machen.
David: Und wir als Anwaltskanzlei zum Beispiel haben ganz klar uns Regeln gegeben dazu,
David: was passiert denn mit unseren Monitoren?
David: Kann ich vom gegenüberliegenden Gebäude auf unser Monitor gucken mit dem Fernglas?
David: Nein, kann ich nicht. Also hoffe ich, dass das jetzt so stimmt,
David: aber nein. Nein, wir haben es so vorgesehen, dass es eben gerade nicht passiert,
David: dass wir die Geräte so drehen, dass ich nicht drauf gucken kann.
David: Kann ich Sachen einfach so liegen lassen, Unterlagen auf dem Tisch,
David: damit die ganz in Ruhe jemand dann abfotografieren kann?
David: Nein, darf ich auch nicht, sondern ich muss die dann entsprechend auch als Teil
David: der Clean-Desk-Policy halt wegräumen und und und. Und also ja,
David: ich muss als Unternehmer auf diese entsprechenden Bedrohungen reagieren.
David: Und das heißt beispielsweise auch, wenn ich ein Betriebsgelände habe und auf
David: dem Betriebsgelände habe ich, was weiß ich, ein Forschungslabor oder ähnliches,
David: Kann ich natürlich so bauen, dass ich eine riesen Glaskuppel da habe und sage,
David: das ist halt, weil es fancy ist, mache ich das.
David: Logisch, das geht. Ich muss mir
David: aber gleichzeitig auch Gedanken darüber machen, dass Glas halt Glas ist.
David: Und die Bedrohung, ich sage mal, nicht nur durch Drohnen, sondern aus der Luft
David: insgesamt, dass mich jemand ausspälen kann, die gibt es ja schon länger.
David: Also wenn man sich überlegt, ich glaube, das war Erster Weltkrieg mit Luftballons
David: und sowas, wo die dann gesagt haben, hey, da kann man richtig weit gucken.
David: Also Aufklärung betrieben haben mit Ballons. Das ist ja nichts anderes,
David: was ich heute mit einer Drohne mache. Aufklärung. Und das muss ich einpreisen.
Volker: Also das heißt, wenn ich zum Beispiel jetzt insbesondere kritische Infrastruktur
Volker: betreibe und zu Risk Assessment auch verpflichtet bin,
Volker: würde es, also mindestens für ein Öl-Terminal oder sowas oder für ein Energiewerk,
Volker: also irgendwas mit einer größeren Fläche, würde eigentlich immer dazugehören,
Volker: auch zu überlegen, was mache ich mit Drohnenrisiken?
David: Aus meiner Sicht ja. Ich muss zumindest mir mal Gedanken darüber gemacht haben,
David: es gibt die Bedrohung und wie reagiere ich da drauf?
Volker: Wie würdest du denn darauf reagieren? Also abschießen, Schrotflinte raus und
Volker: weg damit? Dürfte ich das auf meinem eigenen Gelände eigentlich machen?
David: Also abgesehen davon, dass der Waffengebrauch in Deutschland hart reguliert
David: ist und ich auch auf meinem eigenen Gelände nicht wild rumballern kann,
David: kommt noch dazu, dass ich ja überlegen muss, Und was ist denn eine sinnvolle Maßnahme?
David: Also beispielsweise nehmen wir einfach mal, vielleicht nicht unbedingt ein Öl-Terminal,
David: damit kenne ich mich noch viel zu wenig aus, und weiß nicht genau,
David: wo da wirklich Punkte sind, wo eine Drohne einen Schaden anrichten kann.
David: Eine Drohne kann ja auf verschiedene Arten und Weisen Schaden anrichten.
David: Also jetzt mal rein physisch gesehen. Die kann dagegen fliegen oder die kann irgendwas abwerfen.
David: Und das sind so die beiden physischen Konsequenzen.
David: Themen, mit denen ich mich da beschäftigen muss.
Volker: Oder wir können was liegen lassen, also abwerfen im Sinne von Nutzlaster,
Volker: einfach irgendeinen Access Point oder sowas, den sie da runterwirft.
Volker: Oder auch einfach landet und einfach liegen lässt.
David: Das wäre der dritte Punkt. Das sind die Cyberrisiken im Anschluss.
David: Also wie gesagt, die physischen würde ich ganz einfach wirklich so sehen.
David: Jemand nimmt eine Drohne und fliegt gegen mein Fenster und das Fenster geht
David: kaputt oder eben auch nicht.
David: In den meisten Fällen gehe ich mal davon aus, mit so einer kleinen Drohne wird
David: wahrscheinlich eher die Drohne kaputt gehen, mit einer größeren dann irgendwann
David: ist es dann auch die Scheibe, die kaputt geht.
David: Das kann ich natürlich auf eine Industrieanlage übertragen, logisch.
David: Also das heißt, dann habe ich eine Industrieanlage und wenn jemand da ein Steuersystem
David: ausgemacht hat und sagt, wenn ich damit 600 Gramm Drohne gegenfliege mit ausreichend
David: Geschwindigkeit, dann geht das kaputt.
David: Dann wäre das für mich ein Bedrohungsszenario, da muss ich was gegen tun.
David: Heißt in der Regel, naja, ich muss ja nicht die Drohne abschießen.
David: Aber ich kann ja sagen, abstrakt gegen die Bedrohung, das physisch eingewirkt
David: wird auf genau dieses Steuerelement, was empfindlich und wichtig ist.
David: Da schaffe ich halt einen Schutz, indem ich da einen Gitterkasten drum mache
David: oder es eben nicht offen rumliegen lasse oder stehen lasse.
David: Das wäre eine Möglichkeit. Auf den zweiten Punkt, mit dem die Drohne kann ja
David: auch zum Beispiel irgendwas dort liegen lassen oder sich selbst in einen Hotspot
David: oder ähnliches verwandeln, um Daten abzugreifen und, und, und.
David: Da muss ich mir auch Gedanken machen. Aber auch da ist die Frage für mich,
David: ist es sinnvoll, die Drohne an sich als Bedrohung anzusehen?
David: Also zu sagen, ich brauche eine Drohnenabwehr? Oder ist es sinnvoller zu sagen,
David: ich muss eine Infrastruktur schaffen,
David: die nach Möglichkeit verhindert, dass ich eben beispielsweise durch ein Überlagern
David: von Signalen oder Ähnlichem exponiert bin gegen Angreifer?
David: Also ich würde das dann sagen, wahrscheinlich ist es vom Aufwand her,
David: von den Mitteln und von der Geeignetheit.
David: Für mich als Unternehmen in der Regel sinnvoller zu sagen, ich versuche lieber
David: auf der Folgenseite einzugreifen, also zu gucken,
David: wie kann ich diese möglichen Cyberrisiken an der Stelle abwehren,
David: die auch durch eine Drohne passieren können, aber die sind ja an sich nicht,
David: die hängen ja nicht in der Luft.
David: Also es sind ja welche, die es auch in anderer Form gibt.
Volker: Wie würdest du mit sowas umgehen wie Gefahr in Verzug? Also jetzt mal das andere
Volker: Beispiel, das ist ein Fußballspiel, also gar nicht mal um den Cyber-Risiken.
Volker: Aber da ist ein riesiges Fußballspiel und jetzt fliegt plötzlich da so eine Drohne von oben rein.
Volker: Möglicherweise sogar auch mit einer Kameranutzlast. Das Ding hat meinetwegen
Volker: fünf Kilo, also ist auch schon eine richtige dicke Drohne.
Volker: Was tun? Aushalten?
David: Bei einem Fußballspiel, ich hätte gesagt, bei American Football haben zumindest
David: ein paar Leute einen Helm auf, bei einem Fußballspiel ja weniger.
David: Das Aushalten ist ein guter Punkt. Ich muss mir ja dann an der Stelle überlegen,
David: erstens, was ist überhaupt der Rechtsrahmen.
David: Der Rechtsrahmen ist, ich habe, wenn ich mit so einem 5-Kilo-Teil durch die Gegend fliege,
David: über einer Menschenmenge, über so einer Veranstaltung, habe ich im Zweifel eine
David: Verletzung der entsprechenden luftsicherheitsrechtlichen Vorgaben. Darf ich nicht.
David: Was mache ich jetzt dagegen? Naja gut, es gibt Behörden, die dann entsprechend
David: einen Bescheid ausstellen könnten und sagen könnten, das war ein Verstoß.
David: Da gibt es ein Bußgeld gegen, beiseite ist aber nicht die immanente Gefahr,
David: die jetzt von diesen 5 Kilo mit Kamera oder ohne Kamera ausgehen.
Volker: Könnte ja auch ein bisschen dauern, ne? Also wenn man irgendwie,
Volker: keine Ahnung, eine einstweilige Verfügung oder irgendwie sowas einholt,
Volker: kriegt man die in 30 Sekunden?
David: Noch nicht. Ich glaube, die Justiz
David: digitalisiert sich, aber auch das wird wahrscheinlich nicht funktionieren.
David: Nein, ich muss also in der Sekunde halt überlegen, geht davon unmittelbar eine
David: Gefahr aus, die ich nicht anders abwehren kann, als jetzt tatsächlich irgendwie
David: physisch auf das Gerät einzuwirken oder eben durch Maßnahmen der...
David: Elektronischen Kriegsführung, hätte ich jetzt fast gesagt, indem ich zum Beispiel
David: jamme oder sonst irgendwie mich auf die, in das Signal der Drohne einhacke,
David: um dann die Steuerung zu übernehmen.
Volker: Also jam würde ja bedeuten, ich mache die Frequenz, den Frequenzbereich störe
Volker: ich, sodass sie also nicht mehr ungestört senden, empfangen,
Volker: gesteuert werden kann und mich reinhacken würde bedeuten,
Volker: naja, ich habe es irgendwie geschafft, das Protokoll, das Remote-Protokoll von
Volker: der Fernbedienung mir zum Nutzen
Volker: zu machen und ich mache jetzt irgendwas Zwangslanden oder sonst irgendwie.
Volker: Aber das wären ja vielleicht sogar noch mal zwei unterschiedliche Dinge,
Volker: weil dieses Jammen, damit störe ich ja Funkfrequenzen.
Volker: Das ist ja eigentlich sogar auch verboten. Also ich darf nicht einfach so jammen.
Volker: Mich irgendwo reinhacken in ein öffentliches Protokoll, ohne,
Volker: also ich sag mal, ich überwinde keine Zugangsbarrieren, ich knacke keinen Code.
Volker: Ich wüsste nicht, wo der Graubereich da schwarz werden sollte,
Volker: dass ich mich unmittelbar strafbar mache.
Volker: Also Cem, weiß ich nicht, deine Einschätzung, ist das gut, sinnvoll und das
Volker: andere ist mal dieses reinhacken.
David: Wir müssen mal gucken, wer das eigentlich alles macht. Also wenn ich sage,
David: ich bin Veranstalter von dem Fußballspiel,
David: dann bleibt mir nur die Möglichkeit, entweder zielrichtig dagegen vorzugehen,
David: gerade schon gesagt, ist wahrscheinlich relativ sinnfrei, kann ich natürlich trotzdem machen.
David: Es muss ja keine böse Absicht dahinter stecken. Es kann ja jemand sein,
David: der sagt, vielleicht wiegt die auch nicht fünf Kilogramm, ist ein bisschen schwerer, die Drohne.
David: Aber vielleicht ist es auch irgendjemand, der sich so eine Drohne ausgeliehen
David: hat und sagt, ich möchte spektakuläre Aufnahmen von dem Fußballspiel machen.
David: Wenn ich über den Rasen fliege und die Leute sind noch nicht auf dem Rasen,
David: also die Spieler, was soll denn da schon passieren?
David: Also wo kein Unrechtsbewusstsein ist oder sonst was und die Gefahr vielleicht
David: auch bald wieder vorbei ist, weil die Drohne macht zwei Runden durchs Stadion
David: und fliegt dann wieder weg.
David: Kann ich ja in der ersten Sekunde, wo die Drohne auftaucht, gar nicht einschätzen.
David: Dann kannst du ja durch durchaus Sinn machen, nachher zivilrechtlich gegen diesen
David: Menschen vorzugehen und zu sagen, damit das nie, nie wieder passiert beim nächsten Mal,
David: passiert was und vorbeugend damit nicht die Bilder veröffentlicht werden,
David: damit Geld gemacht wird oder sowas, kann ich versuchen.
David: Aber, wie gesagt, das ist das Zivilrechtliche und wenn ich Betreiber von diesem
David: Fußballspiel bin oder Veranstalter, die andere Sache ist ja das,
David: was man sonst macht, wenn irgendwas passiert, was man nicht will,
David: man ruft die Polizei, sagt halt,
David: Hilfe, Hilfe, ich habe hier eine große Drohne und die ist gefährlich.
David: Und dann muss ich die Polizei kümmern, ruhe ich die 110 an und die müssen dann
David: auswürfeln, wer eigentlich zuständig ist.
David: Wird im Bereich der Landespolizei sein, dann wird es halt wieder weitere Zuständigkeiten geben.
David: Wenn ich, wie gesagt, nicht im An- und Abflug-Bereich eines Flughafens mich
David: aufhalte, dann ist es die Bundespolizei, die zuständig ist.
David: Aber ansonsten Landespolizei, allgemeine Gefahrenabwehr, die muss also gucken,
David: da ist eine Gefahr, was mache ich dagegen?
Volker: Ja, also ich sage mal, irgendwie Veranstaltung, das ist jetzt kein Cyberrisiko,
Volker: aber da ist ja meistens auch Polizei anwesend. die wir das ja sogar sehen und
Volker: gerade vor Ort beurteilen können.
Volker: Jetzt haben wir wieder unser Firmengelände oder Privatgelände.
Volker: Nebenbei, wenn ich dort ein Video aufnehme und ich bin nicht in einer Flugverbotszone
Volker: und ich sage mal, ich bin auf einer Höhe von 80 bis 100 Metern oder sowas,
Volker: ist das eigentlich dann formal verboten oder ist es nicht verboten?
Volker: Kann ich einfach mal beliebig über nicht privaten Geländen, Grundstücken, Videos aufnehmen?
David: Kommt tatsächlich darauf an, was ich zum Beispiel mit dem Video machen möchte.
David: Das Filmen quasi in Gelände rein kann ja beispielsweise auch eine Verletzung
David: sein von Rechten, die aus dem Gebäude selbst kommen.
David: Also gibt es auch eine Entscheidung preußische Schlösser und Gärten.
David: Ich kann nicht einfach Sanssouci von außen aufnehmen und daraus Postkarten machen und dann verkaufen.
David: Also dieses quasi, wenn ich in einen geschützten Bereich rein fotografiere und
David: das dann ausnutze wirtschaftlich.
David: Das funktioniert so einfach nicht, kommt aber auf den jeweiligen Fall an.
David: Nicht jeder Gartenlaube kann für sich beanspruchen, was Schloss Sanssouci für
David: sich beanspruchen kann.
David: Das andere ist die Frage aber tatsächlich, was passiert denn mit dem Firmengelände,
David: wo ich mal so drüber fliege?
David: Grundsätzlich muss ich mich ja fragen, was soll ich denn schützen?
David: Also wenn einfach nur...
David: Der 14-jährige Nachbarsjunge seine Drohne fliegt und der fliegt halt auch über mein Betriebsgelände,
David: was 150 Quadratmeter groß ist und neben dem Wohnhaus von dem 14-Jährigen liegt,
David: dann wird es schwierig zu sagen, dass da irgendeins meiner Rechte unbedingt gefährdet ist.
Volker: Ich denke jetzt an konkrete Situationen. Zum Beispiel nehmen wir mal ein Rechenzentrum
Volker: auf einem Gelände oder nehmen wir mal hier Hamburg Energienetze.
Volker: Mit ihren Firmengeländen, wo dann auch zum Beispiel die Energieleitzentralen drauf sind.
Volker: Und tatsächlich, der 14-Jährige mit seiner neu geschenkten Drohne fliegt da
Volker: einfach mal rüber, weil er Lust hat und es merkt vielleicht nicht mal groß jemand
Volker: oder irgendjemand merkt es und sagt, okay, die ist so hoch, was soll schon passieren?
Volker: Hat aber mit seinem super Tele richtig schöne dicke Aufnahmen gemacht und packt
Volker: jetzt zu YouTube in den Kanal.
Volker: Das heißt, wir haben auf YouTube ein lageplanfähiges Bild vom Betriebsgelände
Volker: von Hamburg Energie. Und nun?
David: Das kommt, oh je, ich wollte es eigentlich vermeiden, das ist jemals zu sagen
David: als Juristik. Jetzt wären unsere Aufnahmen, aber es kommt tatsächlich dann darauf an.
Volker: Wir haben noch neun Minuten.
David: Dann mache ich das noch öfter. Was tatsächlich wieder die rechte Verletzung ist.
David: Also, wenn ich mich luchverkehrsrechtlich vollkommen okay in einem Bereich bewege,
David: weil ich eben zum Beispiel nicht diese Anlage überfliege und genug Abstand einhalte,
David: meine Kamera aber so gut ist, dass ich trotzdem da so weit reinzoomen kann,
David: dass ich bestimmte Aufnahmen machen kann,
David: hätte ich jetzt gesagt, erstmal würde mich das gar nicht so groß stören,
David: wenn ich dann ein Bild mache, wo diese Anlage mit drauf ist.
David: Wenn ich das Ganze aber mache, um beispielsweise Einzelheiten der Anlage zu fotografieren,
David: dann wäre für mich die nächste Frage gut, verletze ich damit möglicherweise
David: tatsächlich Rechte des Unternehmens, die für die Sicherheit zum Beispiel relevant
David: sind, weil ich bestimmte Aufnahmen mache, die es mir ermöglichen.
David: Zum Beispiel einen Angriff im Nachhinein zu planen. Das ist erst mal abstrakt
David: schwer zu beantworten, um ehrlich zu sein.
David: Also wann beginnt das tatsächlich der Fall zu sein?
David: Ist das schon so, wenn ich einfach nur ein Bild mache? Wahrscheinlich nicht.
David: Also wie gesagt, der 14-Jährige lässt die Drohne hochfliegen,
David: macht eine Rundumaufnahme, da ist zufälligerweise auch die Anlage mit drin.
David: Die Auflösung ist aber so gut, dass ich, wenn ich reinzoome,
David: auch ein paar Details erkennen kann.
David: Schwierig. Wenn ich gezielt mit der Drohne so nah ranfliege,
David: wie ich ranfliegen darf, um dann mit einer Kamera Aufnahmen zu machen und vielleicht
David: auch so viele Fotos und die immer
David: wieder zusammensetzen, um die Auflösung erhöhen zu können und, und, und.
David: Um damit zum Beispiel auszukundschaften, dann ist die Frage,
David: ob ich da schon einen Straftatbestand verwirkliche.
David: Ich hätte jetzt gesagt, aber ich bin auch kein Strafrechtler.
David: Ja, erstmal nein, weil es gibt ein Ausspähen des höchstpersinnlichen Lebensbereichs,
David: den haben wir hier nicht.
David: Das ist so dieser Stalking-Paragraf. Wenn ich das gleiche mache mit deiner Wohnung
David: beispielsweise, dann hätte ich einen Straftatbestand.
David: Im Unternehmen jetzt erstmal so nicht. Und als Unternehmen muss ich mir auch
David: überlegen, was kann jemand denn, der mein Betriebsgelände fotografiert,
David: tatsächlich erkennen, dass es ihm ermöglicht oder eine strafbare Handlung vorbereitet.
David: Das wäre dann das nächste Thema. Sind wir irgendwo im Versuch drin,
David: dass wenn jemand einen Einbruchsdiebstahl macht, also sagt, ich mache die Fotos,
David: weil auf dem Betriebsgelände, keine Ahnung, liegt Platin.
David: Na gut, bei den Energienetzen wird das nicht der Fall sein.
Volker: Ja, Kupfer, aber in der Luft schwebt das.
David: Also es gibt ja durchaus die Möglichkeit, dass ich das nutze,
David: um eine Straftat vorzubereiten.
David: Dann ist die Frage, ob ich da nicht schon in der Vorbereitungshandlung drin bin.
David: Und dann könnte tatsächlich eine Strafbarkeit bestehen, wenn ich diese Aufnahmen
David: fertige, um zum Beispiel aufs Gelände einzudringen.
David: Aber wie gesagt, wenn ich das einfach nur mache, ich bin mal lustig rumgeflogen,
David: habe Aufnahmen gemacht.
David: Da ist zufälligerweise auch das mit dabei gewesen. Ich habe es auf YouTube hochgeladen
David: und irgendjemand nutzt das jetzt aus, weil er sagt, oh wie toll,
David: da ist ja auch in Sekunde drei irgendein Bild, was ich verwenden kann,
David: dann wird es schwierig, mir als Drohnenpilot da konkret den Vorwurf zu machen,
David: wie gesagt, wenn ich nicht sonst irgendwelche anderen allgemeinen Gesetze besetzt
David: habe, die beispielsweise vorsehen, dass ich mich in einem Luftraum befinde,
David: in dem ich nicht hätte befinden dürfen.
Volker: Und jetzt nehmen wir mal den bewussten Fall wirklich von der Ostsee raus,
Volker: na gut, das ist vielleicht ein bisschen weit, aber ganz so abstrakt ist das
Volker: auch nicht so ein Szenario.
Volker: Kommen irgendwie über die Elbe angeflogen,
Volker: drohend fliegen immer wieder Niedersachsen, Schleswig-Holstein,
Volker: Niedersachsen müsste dann nach Hamburg kommen, dann sind sie im Hamburger Luftraum
Volker: und jetzt filmen sie in Finkenwerder die Airbus-Werke ab, wo jetzt,
Volker: keine Ahnung, irgendwelche bösen Flieger gerade gebaut werden.
Volker: Ja, da trifft ja erstmal alles auch mit zu, so nach dem Motto,
Volker: naja, ist das so richtig strafbar, keine Ahnung, hat man da,
Volker: ist das jetzt gut? Nehmen Mit Sicherheit nicht.
Volker: Films kritische Infrastruktur, klar, das ist ja auch eine richtige Landebahn, das ist dann ja Verkehr.
Volker: Was machen wir jetzt eigentlich? Also wer ist zuständig und was machen wir nun gegen diese Drohne?
David: Also die Zuständigkeit richtet sich ja grundsätzlich danach,
David: dass wir ein föderales System haben, auch im Bereich des Innenministeriums,
David: das normalerweise zuständig ist mit polizeilichen Aufgaben und die Länder haben irgendwann erkannt,
David: spätestens damals, wenn mir jetzt noch einfallen würde, wie das hieß,
David: das war der Entführungsfall in NRW, beziehungsweise in Deutschland,
David: wo die Täter einmal quer durch NRW gefahren sind und dann auch Teile Deutschlands,
David: Degowski und Gladbeck. Genau, das Gladbecker Reiseldrauma.
David: Und da zeigte sich ja auch recht schnell, dass die Zuständigkeitsprobleme bei
David: der Polizei bestanden in unserer vorderweilen Struktur und Probleme hatten eben
David: der Verfolgung, wer ist jetzt eigentlich zuständig und nicht.
David: Und im Zuge dessen wurden auch entsprechende Zuständigkeiten geändert.
David: Und es gibt auch in der Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinaus natürlich Regelungen
David: für die allgemeine Zuständigkeit.
David: Immer, unabhängig davon, ob das jetzt eine Drohne ist, die einmal über die Landesgrenze
David: hüpft oder ob ich das bin, der mit dem Auto schnell über die Landesgrenze flüchtet, was ja in Hamburg,
David: relativ einfach ist, und sage, so, jetzt kann die Polizei mir nichts mehr und
David: die muss jetzt stehen bleiben und darf mich nicht verfolgen oder muss Kollegen
David: aus Niedersachsen oder Schleswig-Holstein anrufen oder Mecklenburg.
David: Das nicht. Also es gibt gewisse.
David: Zuständigkeitsmöglichkeiten und Überschneidungen. Das ist nicht das Problem.
David: Das Gleiche gilt auch im Übrigen an der Und Landesgrenze, also an der richtigen
David: Landesgrenze, hin zu unserer Nachbar nach Dänemark, Frankreich,
David: Luxemburg und so weiter, auch da gibt es entsprechende Abkommen.
Volker: Also so wie im Tatort oder wie im Fernsehen, dass die dann an der Grenze stehen
Volker: bleiben müssen und der einfach weiterfährt, ist nicht ganz realistisch.
David: Nein, auch in den USA funktioniert das nicht mehr ganz so, dass ich dann an
David: der County-Grenze sage, so, jetzt bin ich sicher.
David: Aber ja, also normalerweise habe ich immer dann, wenn ich füderale Strukturen
David: habe und merke, mit der Zuständigkeit gibt es Probleme,
David: richte ich eine Behörde darüber ein, die quasi die Zuständigkeit hat auf,
David: in unserem Falle Bundesebene, um genau das abzufangen, brauchen wir hier aber nicht.
David: Wie gesagt, da können die Länderbehörden miteinander arbeiten und entsprechend
David: sicherstellen, dass die Verfolgung beispielsweise von dieser Drohne,
David: die jetzt über mehrere Länder geflogen ist, um dann bei Airbus in Finkenwerder
David: zu landen, oder nicht zu landen, sondern nur zu fliegen,
David: dass, wenn sich da dann jemand beschwert und sagt, was ist denn da los?
David: Ich eine Zuständigkeit bestimmen kann, die würde tatsächlich dann am ehesten
David: bei den Hamburger Polizisten liegen, weil das ist ja noch Hamburg.
Volker: Faktisch würde dann, sagen wir, die Wasserschutzpolizei einfach weiterfahren
Volker: und erstmal sagen, egal ob die jetzt gerade Niedersachsen und Schleswig-Holstein
Volker: immer wechselt, sondern ich fahre einfach hinterher und dann müssen die jedes
Volker: Mal fragen, ob die es dürfen.
David: Das ist eine sehr gute Frage, ob sie sich mal nachfragen müssen.
David: Ich glaube nicht, weil das würde das Ganze ad absurdum führen,
David: sondern es würde wahrscheinlich nur eine Information geben.
David: Aber wie gesagt, ich bin auch kein Öffentlich- Rechter, der das so gut beurteilen kann.
David: Ich kann das das nächste Mal ausprobieren. Ich fahre einfach mal zu schnell
David: und wenn dann Polizisten hinter mir her sind, dann versuche ich mir über die
David: Landesgrenze zu kommen und zu schauen.
Volker: Was passiert. Schneller als die Polizei.
David: Ja, ich weiß nicht, ob ich das schaffe.
Volker: Okay, das ist aber immerhin zumindest gut für so einen Betreiber zu wissen,
Volker: dass so ein Hacker sich vermutlich in einem operativen Szenario nicht hinter
Volker: Ländergrenzen verstecken kann, sondern da wird es dann implizite,
Volker: wir fahren weit, einfach weiter Entscheidungen geben.
David: Sagen wir so, die Komplexität nimmt natürlich zu, wenn ich solche Faktoren mit einbringe.
David: Genauso wie wenn ich logisch international operiere oder sonst was.
David: Das würde ich als Hacker ohnehin tun.
David: Der nicht mit einer Drohne unterwegs ist, der würde ja nicht sagen,
David: na gut, dann bin ich möglichst nah an meinem Kraftwerk dran oder sowas,
David: weil Latenzzeit ist kürzer oder so. Nee.
David: Sondern ich würde ja schon gucken, dass ich möglichst meine Spuren so verwische
David: oder so kompliziert mache.
David: Auch gerade, was die Zuständigkeiten angeht, dass ich eine zusätzliche Barriere
David: einbaue bei der Verfolgung meiner Straftat.
David: Aber nur ganz kurz zum Szenario. Ich meine, die Frage ist ja,
David: wo fällt das überhaupt auf? Also ich glaube,
David: Nicht, dass jede einzelne Drohne tatsächlich so verfolgt werden kann,
David: dass ich merke, Moment, was ist denn da los?
David: Da kommt über mehrere Landesgrenzen hinweg, fliegt die Drohne.
David: Wobei die wird ja schon ein bisschen größer sein dann, wenn sie so lange fliegen kann.
David: Und vielleicht fliegt sie auch nicht mit der Geschwindigkeit.
David: Das wäre immer ganz interessant zu wissen, ob dann tatsächlich so etwas,
David: so ein Flugkörper erfasst wird und von wem.
Volker: Also ich hatte gelesen, dass bei DJI zum Beispiel, wenn du deine Drohne perfekt
Volker: bei DJI im Portal im Internet registrierst, wovon ich persönlich abraten würde,
Volker: dass die ihre Betriebsdaten quasi empfängt über die Telemetrie der Fernbedienung
Volker: auf dein Handy über GSM oder 5G oder was auch immer auf den Access Point,
Volker: also auf das Portal und die Strafverfolgungsbehörden angeblich Zugriff auf Tools haben können,
Volker: die genau diese Positionen und Eigentümer und sowas abfragen können.
Volker: Nehmen wir mal an, dass Dinge, ich wüsste nicht, ob ein Hacker sich daran halten
Volker: würde, dass er seine Drohne von DJI, die er sowieso nicht von DJI kauft,
Volker: aber gehen wir mal davon aus, dass er die auf deren Portal registriert und nebenbei
Volker: eine Internetverbindung mitlaufen lässt.
David: Wahrscheinlich nicht und das dürfte dann schon der erste Punkt sein.
David: Aber wie gesagt, die Frage ist ja tatsächlich, gibt es irgendeine Möglichkeit
David: überhaupt vorher zu erkennen, dass so eine Bedrohung ist.
David: Das zweite ist, habe ich als Hacker eigentlich ein Interesse daran,
David: eben genau diese lange Anflugstrecke in Kauf zu nehmen?
David: Oder ist es vielleicht sinnvoller, in der Nähe von Finkenwerder,
David: da gibt es ja genug Touristen-Hotspots, so ein Ding fliegen zu lassen,
David: vielleicht auch eine unauffälligere, eine kleinere Drohne und dann fährt die
David: sich so ein bisschen in Richtung Airbus-Flugfeld.
David: Ich weiß nicht, was Airbus alles für Maßnahmen getroffen hat.
David: Die sind ja schon ganz gut abgesichert, das Gelände.
David: Ich gehe davon aus, dass die auch eine Bedrohung aus der Luft mit einkalkuliert
David: haben, was naheliegt. Und deswegen...
David: Vermutlich selbst so etwas entdecken würden und dann auch entsprechende Maßnahmen haben.
David: Ob die tatsächlich das haben, was wir vorhin besprochen haben,
David: also ein Jammer, eine Möglichkeit haben, da irgendwie mit einem Jammer zu arbeiten
David: oder sonst mit elektronischen Abwehrmaßnahmen gegen eine Drohne vorzugehen.
David: Keine Ahnung, das Gelände ist groß genug.
David: Theoretisch könnten sie überlegen, dass sie sowas haben, ohne irgendjemand anderen zu gefährden.
David: Wenn sie zum Beispiel ohne Gem, weil das Problem ist ja, wenn das Ding mal runterfällt,
David: da muss ich mir auch überlegen, ist das sinnvoll, dass ich das mache oder nicht
David: und in welcher Sekunde mache ich das oder lass es besser, weil der Schaden,
David: den ich damit anrichte, viel größer ist, als das Ding halt fliegen zu lassen
David: und zu sagen, na gut, im Gottes Namen.
David: Ich kann ja auch nicht davon ausgehen, außer die zieht eine Länderflagge hinter
David: sich her, die vielleicht darauf hindeutet, dass es ein Staat ist,
David: mit dem wir kein gutes Verhältnis haben, dass das ein Angriff von außen ist
David: oder eben, ob das wieder besagt, der 14-Jähriger ist, der sich halt um alles
David: nicht so richtig schert.
Volker: Das ist, genau. Wenn wir jetzt die Drohne nun runterholen wollen,
Volker: sagen wir mal so, diese eleganten Maßnahmen, egal ob sie erlaubt sind oder nicht,
Volker: würden wahrscheinlich auch nicht gut funktionieren.
Volker: Weil wenn es wirklich professionelle Drohnen sind, bis hinten zu Lichtwellenleiter
Volker: oder sowas, dann haben wir eh keine Chance, da irgendwas zu jammen oder kaputt zu machen.
Volker: Dann wäre die Frage, natürlich das nächste, so ein Gegendrohnen Shitstorm zu
Volker: starten, mit dem wir die Hauptdrohne vom Himmel holen.
Volker: Keine Ahnung, ob es dafür Technologie
Volker: gibt, aber es ist natürlich auch schwierig. Drohne gegen Drohnen.
Volker: Was sonst tun? Netze spannen? Glas kuppeln übers Gelände? Was tun wir?
David: Ich frage mich gerade, ob die Falken, die zum Beispiel am Flughafen unterwegs
David: sind, sind es Falken oder habe ich das? Ich weiß es nicht.
David: Die Greifvögel. Sagen wir einfach so, dann ist das einfacher.
David: Ob die mittlerweile auch auf einer Drohne anspringen.
David: Aber die grundsätzliche Regel ist ja auch da an der Stelle, eine Rechtsverletzung
David: muss ich nicht hinnehmen, ich kann mich dagegen wehren, sie das Recht auch vorhat,
David: entsprechend Notwehr oder Notstandsrechte habe ich ja.
David: In dem Rahmen muss ich mich eigentlich auch immer fragen, ist das,
David: was ich da gerade mache, ist das irgendwie sinnvoll?
David: Sinnvoll ist nicht der richtige Begriff, aber es ist der in der Übersetzung, wenn man so möchte.
David: Wenn ich jetzt in das Arsenal gucke, was ich vor mir habe an Möglichkeiten der
David: Abwehr oder überhaupt der Möglichkeiten, wie ich mit sowas umgehen kann,
David: dann stellt sich ja für mich, wie gesagt, wieder die erste Frage,
David: erkenne ich überhaupt, ob das, was da passiert, ein Angriff ist,
David: der sich gegen mich richtet?
David: Zweite ist, wenn ich das als solchen qualifiziere, weil ich sage,
David: es genügt mir schon, dass die abstrakte Bedrohung besteht, dass zum Beispiel
David: Informationen ausgespäht werden oder ähnliches, was ist denn das richtige Mittel dagegen?
David: Das ist ja schon gesagt, also soll ich dann die Drohne irgendwie runterholen?
David: Stichwort Schrotgewehr.
David: Die Schrotflinte kann ich nicht einsetzen, das verbietet mir das Versaffengesetz
David: schon und ich kann nicht einfach, wie gesagt, rumballern, auch wenn es mein privater Grund ist.
David: Die zweite Frage ist, außerdem gefährde ich ja immer welche.
David: Also auf dem Betriebsgelände von Airbus laufen so viele Leute rum.
David: Ich glaube, das wäre ein bisschen schwierig. Die nächste Möglichkeit ist dann
David: die Frage, was habe ich denn sonst an physischen Mitteln? Netze oder keine Ahnung was.
David: Und auch da stellt sich wieder die Frage, was passiert eigentlich?
David: Ich glaube, bei Netzen ist es nicht so wahnsinnig kompliziert.
David: Das könnte in einem konkreten Szenario, wo ich sage, das Ding sieht so aus,
David: als würde es ausspähen oder es gefährdet vielleicht sogar den Flugverkehr.
David: Auf dem Flugfeld, gefährdet Piloten, gefährdet Menschen.
David: Und so ein Netz, mit dem ich die einfangen kann, ich versuche mir das gerade vorzustellen.
Volker: Wie das funktioniert aussieht. Das ist schon endlich groß. Also das sind ja
Volker: schon so Netzkatapulte, aber die, weiß ich nicht, zwei mal zwei Meter oder irgendwie
Volker: sowas und die fliegen ja auch nicht 500 Meter.
Volker: Das ist halt so ein Knäuel, das entfaltet sich und dann fällt es halt runter, ne?
David: Eben, also das heißt, ich habe ja einen entsprechend eingeschränkten Wirkungsbereich,
David: das ist das eine, wo sich die Frage der Geeignetheit schon stellt und das andere
David: ist, Wenn ich ein anderes Netz mache, es gibt ja auch welche,
David: die von Drohnen abgeworfen werden.
David: Und angenommen, ich kann die damit gut erwischen, ich habe einen Piloten,
David: der ist mega gut da drin, der kann jede Drohne mit so einem Netz vom Himmel
David: holen, dann könnte ich mir vorstellen, dass man sagt, okay, an der Stelle,
David: das ist ein geeignetes Mittel und das war auch erforderlich,
David: weil anders konnte ich die Drohne nicht stoppen.
David: Was soll ich denn machen? Also ich kann winken und ein Schild hochhalten und
David: sagen, ihr nicht fliegen.
David: Und wie gesagt, vielleicht erkennt das der Drohnenpilot und sagt,
David: oh, ich wusste nicht, dass ich hier auf dem Airbus-Gelände bin und dreht um und fliegt weg.
David: In der Regel wird das aber nicht helfen. Es ist ja eine bewusste Entscheidung,
David: er fliegt ja in eine Zone rein, wo eigentlich ein Flugverbot besteht.
David: Und ich sage mal, mit den handelsüblichen Drohnen kriege ich ja eine entsprechende
David: Mitteilung als Drohnenpilot, dass ich jetzt gerade da eigentlich nicht weiterfliegen sollte.
David: Ich weiß gar nicht, ich habe es noch nicht ausprobiert, was ist,
David: wenn ich in eine echte Verbotszone reinkomme. Also wo gesagt wird,
David: das darfst du auf keinen Fall.
Volker: Du kannst halt bei den Drohnen beides konfigurieren. Du kannst dann sagen,
Volker: oder andersrum, Du musst ja keine aktuelle Karte reinladen.
Volker: Also du kannst diese Zone wohl auch aktiv umfliegen oder dass die da nicht reinfliegen.
Volker: Aber wenn du es nicht willst, dann lädst du halt keine aktive Karte da rein
Volker: und dann weiß die Drohne zwar, wo du bist, aber nicht, was für eine Zone da
Volker: gerade ist. Weil die Szenarien sind üblich.
David: Gut, praktisch gut. Dann kann ich zumindest, wenn es da reinfliegen,
David: ohne dass diese nervige Warnung kommt.
David: Und wie gesagt, dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass es in bestimmten
David: Situationen total okay ist zu sagen, und dann...
David: Die Sachbeschädigung, die damit einhergeht, dass der Netzabwurf vermutlich nicht
David: dazu führt, dass die Drohne danach doch flugfähig ist oder überhaupt noch irgendwas kann,
David: das nehme ich in Kauf, weil ich nicht anders weiß, mir zu helfen und ich habe halt mein Recht,
David: dass ich beispielsweise eben Geschäftsgeheimnis schützen muss und die Drohne
David: da was dagegen tut oder dass ich mein Persönlichkeitsrecht schützen muss,
David: wenn mich so eine Drohne verfolgt die ganze Zeit,
David: weil der Nachbar der festen Überzeugung ist, er muss genau wissen,
David: was ich eigentlich so mache. und dann verfolgt mich die ganze Zeit das Ding.
David: Wenn ich dann mir nicht anders zu helfen weiß, als dagegen physisch vorzugehen,
David: gegen diese unmittelbare Bedrohung in der Sekunde, also diesen Angriff,
David: der gerade stattfindet, dann kann das durchaus vom Notwehrrecht auch gedeckt sein.
Volker: Letzte Frage von mir. Jetzt liegt zufällig gerade diese kaputte Drohne vor meinen
Volker: Füßen und ich weiß gar nicht, wieso die da jetzt vom Himmel gefallen ist.
Volker: Wahrscheinlich, weil ich sie runtergeholt habe, aber ist ja egal.
Volker: Kann der Pilot oder Staatsanwältin auf mich zukommen und sagen,
Volker: du, du, du hast jetzt im Rahmen einer nicht legitimierten Abwehrmaßnahme da
Volker: jetzt irgendwas gemacht.
Volker: Also es ist eigentlich nichts passiert, außer das, was ich will.
Volker: Drohne kaputt, Gefahr abgewandt und jetzt kommen die ganzen Folgen Tatbestände.
David: Also natürlich, wenn du so eine Drohne findest, die kaputt ist auf deinem Grundstück,
David: aus unerfindlichen Gründen, nimmst du sie ja erstmal mit, willst sie ja nicht
David: haben, dass sie irgendwie im Garten
David: rumliegt, nimmst sie mit oder auf dein Betriebsgeländer und entsorgst sie.
David: Weil wenn da keine Kennung drauf ist, zum Beispiel, wie sollst du jemals rausfinden, wem die gehört?
David: Man kann auch eine Rundmail schreiben an alle Mitarbeiter. Hallo,
David: hat jemand seine Drohne fallen gelassen?
Volker: Ja, genau.
David: Werden Sie hier? Kann man abholen am Empfang. Das ist ja nicht das Szenario.
David: Aber angenommen, tatsächlich steht dann ein Drohnenpilot vor der Tür und sagt,
David: meine Drohne ist hier reingeflogen und ich hätte ganz gerne wieder.
David: Ich habe einen Herausgabeanspruch, ist ja mein, ist ja mein Eigentum,
David: kann ich auch nachweisen.
David: Beispielsweise, weil er vielleicht doch eine Kennung draufgeschrieben hat,
David: kann ich nachweisen. Und du sagst, ja klar, kein Problem. Ich habe die ja natürlich aufbewahrt,
David: Steht eine Erkennung drauf. Ich weiß nicht, wer dahinter steckt,
David: aber wenn dann jemand kommt und sich legitim ausweist, kann er sie natürlich kriegen.
David: Dann kriegt er diesen Haufen in die Hand gedrückt.
David: Die Speicherkarte ist verloren gegangen und er sagt, Riesensauerei, dich verklage ich.
David: Ja, was soll er machen? Also es ist natürlich eine Sachbeschädigung.
David: Drohne war vorher ganz. Drohne ist jetzt kaputt.
David: Und das ist erstmal eine Straftat, kommen wir gleich zu, kommt der Staatsanwalt.
David: Es ist auch eine unerlaubte Handlung und ich kann sagen, ich möchte Geld haben. Neue Drohne quasi.
David: Dafür muss aber derjenige, der das haben will, erstmal nachweisen,
David: dass du irgendwas gemacht hast. Das ist das Erste.
David: Wie gesagt, wenn zum Beispiel die Karte verloren gegangen ist und deswegen keine
David: Aufnahmen existieren davon, was der Drohne begegnet ist, mal angenommen,
David: wird es schon schwierig.
David: Wenn der Drohnenpilot in Sichtweite war und auch noch zwei Kumpels dabei hatte,
David: die genau gesehen haben, wie jemand auf dem Grundstück mit der Schrotflinte
David: oder sonst irgendwas auf die Drohne eingewirkt hat, weswegen die runtergekommen ist,
David: könnte er zumindest sagen, ja, also da war eine Sachbeschädigung.
David: Im Rahmen der ganzen Prüfung der zivilrechtlichen Ansprüche kann man natürlich
David: sagen, ja, der Anspruch besteht nicht, weil ich habe im Rahmen meines zulässigen
David: Notwehrrechts gehandelt oder Notstaatsrechts.
David: Dann ist der Anspruch auch weg. Dann guckt der Drohnenpilot in die Röhre,
David: unterliegt und muss noch die Kosten des Verfahrens tragen.
Volker: Aber immer in die Plastiktüte mit den Einzelteilen.
David: Genau, die hat er dann wieder. Oder du entsorgst und sagst, die Entsorgungskosten
David: sind mein Schadenersatzanspruch, weil da ist ja jemand über mein Grundstück geflogen.
David: Die Einwirkung auf das Grundstück muss ich auch nicht unbedingt hinnehmen.
David: Je nachdem, was der Mensch da macht, ist ja auch eine Lärmemission.
David: Und ja, das wäre durchaus möglich. Der Staatsanwalt interessiert sich vielleicht
David: dafür, wie gesagt, wenn die Drohne zerstört wird oder beschädigt wird wegen Sachbeschädigung.
David: Das ist ja auch eine Straftat, Antragsdelikt. Das heißt, der Drohnenlenker muss
David: von sich aus zuerst mal zur Staatsanwaltschaft gehen und sagen, Hilfe, meine Drohne.
David: Das Ganze schildern und der Staatsanwalt muss denken, okay, basierend auf der
David: Schilderung, da muss ich was gegen tun.
David: Kann nicht sagen, regelt das bitte unter euch. Gibt es ja auch die Möglichkeit,
David: auf den Privatklageweg zu verweisen.
David: Sondern sagt, okay, gut, ich kümmere mich, das ist so schlimm gewesen,
David: dass da jemand beispielsweise mit der Schrotflinte geschossen hat,
David: deswegen sollte man es nicht tun, dass da vielleicht sogar noch mehr Straftaten
David: verwirklicht wurden nebenbei.
David: Und tätig wird. Aber ehrlich gesagt, ich habe noch nicht davon gehört,
David: dass ein Staatsanwalt wegen einer kaputten Drohne von sich aus gesagt hätte,
David: da ist so ein hohes Verfolgungsinteresse dran in der Öffentlichkeit, da muss ich was tun.
Volker: Ja, so ein Bumberang-Effekt zu erwarten, dass zwar eher der kaputten Drohne
Volker: nachgeht, aber auch dem Grund, warum diese Drohne über eine kritische Infrastruktur sich befindet.
David: Das ist ja das Nächste. Also gerade dann, wenn ich in dem Bereich kritische
David: Infrastrukturen drin bin, gehe ich mal ganz fest davon aus, dass der Staatsanwalt
David: sagen wird, okay, gucken wir mal nach.
David: Spätestens im Bereich Notwehr, das prüfe ich ja auch im Strafrecht wieder,
David: wird ja zu dem Punkt kommen, dass entweder keine rechtswidrige Handlung oder
David: eine Entschuldigung vorlag, dafür das zu tun und wird natürlich sagen, zeitgleich,
David: Moment mal, wieso waren die Drohnen überhaupt unterwegs? Hättet ihr das sein dürfen oder nicht?
David: Und auf Basis der Schilderung habe ich vielleicht eine andere Straftat durch den Drohnenlenker.
Volker: Okay. Ja, spannend. Von meiner Seite werden die Fragen eigentlich durch.
Volker: Ist die Frage, hast du noch irgendwas, was du uns unbedingt für unsere Hörerinnen
Volker: und Hörer mitgeben willst?
David: Ich gucke gerade nochmal, ob ich noch irgendwas so richtig hatte.
David: Wir hatten vielleicht auch nochmal gesprochen gehabt zu dem ganzen Thema Cyber
David: Security und vielleicht kann ich da nochmal anschließen an den ersten Punkt,
David: den wir besprochen hatten mit, was muss ich denn eigentlich für Risiken beachten oder auch nicht.
David: Ich glaube, das ist ein wirklich wichtiger Punkt, weil spätestens mit DIST 2
David: kommt ja die Geschäftsführerhaftung und die sagt nicht, ich hafte als Geschäftsführung
David: für alles, was passiert, aber ich muss irgendwie die entsprechende Governance vorsehen.
David: Und wenn beispielsweise in dem Sicherheitskonzept eben Drohnen nicht vorkommen
David: oder eine mögliche Bedrohung durch Drohnen nicht vorkommen bei einer kritischen Infrastruktur,
David: dann könnte man schon mal die Frage aufwerfen, ob das Governance-Konzept überhaupt
David: vollständig ist oder ob das in irgendeiner anderen Art und Weise abgedeckt ist.
David: Das ist sicherlich einer der Punkte, die kommen. Das zweite ist,
David: Wir haben ja auch bei Drohnen zumindestens mittlerweile, oh nein,
David: nicht mittlerweile, sondern ich muss ja eine CE-Konformität irgendwie mir zurechtbasteln
David: und mich da zertifizieren, dass ich das alles eingehalten habe.
Volker: Bei legalen Drohnen, ne? Bei illegalen Drohnen.
David: Richtig, bei illegalen Drohnen brauche ich es nicht. Es hätte aber was,
David: wenn ich dann eine CE-Kennzeichnung hätte.
Volker: Das wäre cool, das wäre immer wieder so ein System sprengen.
Volker: Also ich brauche eine illegale Drohne, aber CE halte ich ein.
David: Ja, das gibt es ja in vielen Bereichen. Ich kann ja auch, wenn ich einen Erpresser
David: beraube, hilft mir das ja nicht, dass ich sage, der hat die Hand gefangen,
David: komme ich ja auch nicht weiter.
David: Soll heißen, also auch bei der Herstellung oder Verwendung von diesen Drohnen
David: muss ich ja auch bestimmte Cyber Security Maßnahmen behandeln.
David: Und zum Beispiel, wenn wir uns das Szenario vorstellen, ist es gar nicht jemand,
David: der von außen eindringt, sondern ich nutze eine Drohne zum Beispiel zur Bewachung
David: meiner Anlage oder zur Überwachung meiner Anlage, meiner kritischen Infrastruktur, was ja nahe liegt.
David: Oder um Serviceaufträge besser koordinieren zu können, auch steuern zu können,
David: indem ich mit einer Drohne über ein weitläufiges Gelände fliege.
David: Da sind wir vielleicht wieder bei der Ölraffinerie oder sonst was und sage,
David: ich habe da vielleicht ein Problem, fliege ich mit der Drohne hin,
David: guck es mir an und kann dann die Bilder direkt an mein Wartungsteam schicken,
David: die dann auch wissen, wo es ist mit dem GPS-Standort,
David: das Fotos zusammen, ziehen die direkt los.
David: Und dann gehört ja zur Cyberabwehr Und deswegen komme ich halt über diese CE-Kennzeichnung,
David: die ja verlangt, dass ich wenigstens gewisse Standards für die Cybersicherheit
David: jetzt schon einhalte und demnächst, also über CRA sind es ja noch weitergehende,
David: muss ich mir auch Gedanken machen, dass nicht ein Dritter sich plötzlich das
David: zunutze macht und sagt, das ist ja mega gut, ich muss ja nicht selbst mit der
David: Drohne rumfliegen, sondern ich kann ja einfach mich auf die Drohne schalten
David: oder die Daten abfangen, die die Drohne sendet und habe dann 1A-Bilder.
David: Ich muss mich nicht dem Risiko aussetzen, mit der Drohne erwischt zu werden,
David: wo ich ja natürlich an die illegale Drohne noch meine Kennzeichnung dran gepappt
David: habe und meinen Namen, sondern nutze einfach die Bilder, die da sind.
David: Und deswegen gehört halt für mich zum Thema Cyber Security an der Stelle nicht
David: nur mich dazu wappen, dass ich gegen Drohnen abgesichert bin oder das in meinem
David: Sicherheitskonzept vorsehe, eben auch unter dem Gesichtspunkt Cyber Security,
David: dass ich sage, beispielsweise,
David: ich muss meine Netze sichern oder ähnliches, damit Drohnen da nicht eine Infrastruktur
David: aufbauen parallel oder ähnliches für Spoofing und Co., sondern ich muss auch
David: dafür Sorge tragen, dass wenn ich selbst Drohnen einsetze, so wie mit jeder
David: Hardware, die ich einsetze,
David: dass die natürlich auch sicher ist.
David: Und da stellt sich ja die Frage, ist das denn überhaupt der Fall und kann ich
David: das überhaupt so richtig beurteilen und welche Geräte sind es oder welche nicht?
David: Das könnte vielleicht auch noch ein Problem sein, um das man sich kümmern müsste
David: als Unternehmen, weil halt auch immer mehr Aufgaben in der Industrie auf Drohnen
David: tatsächlich übertragen werden.
Volker: Ja, dann erstmal, ich finde, schönes Schlusswort, schönes Schlussstatement.
Volker: Ich danke dir, David, und ich glaube, das war die letzte Sendung,
Volker: die wir miteinander gemacht haben.
David: Sehr gerne und gern auch wieder.
Ingo: Das war ein spannendes Interview, was David Klein und Volker da geführt haben.
Ingo: Mir war gar nicht bewusst, wie viele rechtliche Aspekte zu beachten sind.
Ingo: Wenn ich so ein bisschen das mit dem Autofahren vergleiche, in dem ja auch immer
Ingo: neue Regeln dazukommen und verschiedene Dinge zu berücksichtigen sind,
Ingo: habe ich das Gefühl, dass der Führerschein bei Drohnen wahrscheinlich in den
Ingo: nächsten Jahren auch deutlich an Komplexität gewinnen wird und wir vielleicht
Ingo: dann auch die baldigen höheren Durchfallquoten im theoretischen Bereich haben
Ingo: und vielleicht brauchen wir auch irgendwann eine praktische Prüfung für Drohnen.
Monina: Mit dem Zielflug Slalom. Darf ich jemanden umfliegen oder nicht?
Ingo: Ja, oder was mache ich, wenn ich gejammt werde? Oder was dann noch so an?
Monina: Apropos Jamin, was darf ich denn jetzt so als Privatperson eigentlich machen,
Monina: um mich davor zu schützen, dass mich so eine Drohne irgendwo ausspielen wird?
Monina: Oder was ist das Szenario, was mich erwartet und was darf ich dann tun?
Monina: Oder was kann ich dann eigentlich tun?
Monina: Wir haben ja zuerst so eine Privatperson. Wenn ich irgendwo unterwegs bin oder
Monina: wenn ich daheim bin, und ich sehe eine Drohne, die sich irgendwo aufhält,
Monina: wo ich mir jetzt denke, da sollte sie sich nicht aufhalten, beispielsweise über meinen Balkon.
Monina: Was habe ich denn dann eigentlich noch so für Optionen übrig, die ich machen kann?
Monina: Ich kann sie ja wohl, da haben wir gerade gehört, schlecht aus der Luft schießen. Das darf ich nicht.
Monina: Wenn ich Glück habe, habe ich vielleicht eine super aggressive Katze,
Monina: die da zwei Meter hoch springt und die Drohne runterholt.
Monina: Dann kann ja keiner was dafür, wenn die Katze denkt, das wäre ein Vogel.
Ingo: Oder der Falke vom Nachbarn oder vom Flughafen in der Nähe, der vorbeikommt
Ingo: und sich um die Drohne kümmert.
Ingo: Das ist nicht so einfach, das
Ingo: ist richtig. Es ist ja immer eine Güterabwägung, die wir treffen müssen.
Ingo: Aber ich glaube, als Privatperson gibt es einfach keinen Grund,
Ingo: warum wir uns aggressiv werden dürften. Also...
Ingo: Müssen wir uns mit anderen Möglichkeiten zufriedengeben? Was ich spannend fand,
Ingo: war ja, wir haben ja ein Privacy-Problem oder ein Datenschutzproblem,
Ingo: dass im Prinzip im privaten Bereich ja vielleicht Aufnahmen gemacht werden, die ich nicht möchte.
Ingo: Und wenn dieses passiert, dann dürfen wir uns natürlich dagegen wehren.
Ingo: Die Frage ist nur, wie finde ich heraus, wer das war?
Monina: Da würde ich sagen, wäre ganz klassisch wahrscheinlich dann die Polizei dafür
Monina: zuständig, sowas rauszufinden.
Monina: Ich sehe jetzt natürlich irgendjemanden stehen, der am Straßenrand steht und
Monina: mit so einem Controller in der Hand rumsteht und die Drohne steuert.
Monina: Also wenn das offensichtlich optisch zuortbar ist, kann ich dann natürlich versuchen,
Monina: dann irgendwie Gegenzug ein Bild zu machen und das zu melden.
Monina: Aber prinzipiell wäre das eine Sache, wo ich sage, wenn da jemand jetzt mit
Monina: einer Drohne so eine Viertelstunde über am Balkon schwebt, dann melde ich das
Monina: der Polizei und bitte da weitere Strafverfolgung anzustoßen.
Monina: Oder ich kann mich vielleicht auch noch an den Datenschutz wenden,
Monina: wahrscheinlich dann aber eher an dem Punkt, wo auch schon irgendwelche Hinweise
Monina: auf Aufnahmen aufgetaucht sind.
Ingo: Ja, also Polizei ist immer, glaube ich, eine gute Adresse. auch vielleicht ein
Ingo: Foto machen, kann nicht schaden.
Ingo: Also dass man überhaupt die Drohne mal fotografiert, dass man,
Ingo: wenn man später eine Drohne gefunden hat, die vielleicht auch zuordnen kann,
Ingo: falls sie doch irgendwelche Alleinstellungsmerkmale hat, was aber wahrscheinlich
Ingo: bei den meisten handelsüblichen Drohnen nicht der Fall ist.
Monina: Na gut, vielleicht die eine oder andere Schramme, weil man schon mal dagegen geflogen ist.
Ingo: Ja, das könnte sein. Oder eben besondere Aufbauten, wenn man eine besonders
Ingo: gute Kamera oder so etwas dann befestigt, die man dann eben feststellen kann.
Ingo: Also so ein bisschen, in Anführungszeichen, Beweissicherung.
Ingo: Macht wahrscheinlich schon Sinn, dass man einfach mal ein Bildchen macht, aber im Grunde,
Ingo: Sind wir als Privatpersonen ja auch nicht wirklich das Hauptziel von Drohnen,
Ingo: die uns dann, also vielleicht welche, die Aufnahmen machen wollen,
Ingo: die sie nicht machen sollen.
Ingo: Aber es ist ja nicht zu erwarten und es passiert ja auch nicht so oft,
Ingo: dass jetzt Drohnen wirklich über eine einzelne Person ganz lange stehen und
Ingo: dieses Verhalten beobachten.
Ingo: Also wir sind ja eher überrascht, dass auf einmal über unser Haus oder über
Ingo: unsere Wohnung eine Drohne hinwegfliegt und wir fragen uns, ob das eigentlich erlaubt war.
Monina: Das stimmt. Wo man vielleicht aber als Privatperson durchaus auch berechtigt,
Monina: was beobachten oder mitbekommen kann, wäre vielleicht bei einer großen Veranstaltung,
Monina: wenn man jetzt sieht, dass eine Drohne über ein Gelände fliegt,
Monina: beispielsweise eine Baustelle oder irgendwo eine Veranstaltung aufgebaut wird
Monina: und man jetzt da nie bedenken hätte,
Monina: dass da diese Drohne da nicht zu dem Veranstalter gehört, Was ja tatsächlich
Monina: aber optisch auch schon mal schwierig zu bewerten ist.
Monina: Aber wenn man sieht, eine Drohne fliegt über ein Gelände, über eins,
Monina: wo gerade gebaut wird, irgendwie Aufbauten gemacht werden, sei es jetzt Baustelle oder Veranstaltung,
Monina: könnte ich natürlich beim Veranstalter mal nachfragen, ob die Drohne vom Veranstalter
Monina: ist oder beim Bauherrn, ob die Drohne davon ist.
Monina: Und wenn nicht, würde ich jetzt behaupten, ich mache mir Sorgen,
Monina: dass diese Drohne das ausspioniert, um irgendwelche Diebstähle vorzubereiten
Monina: oder dergleichen, würde ich mich wahrscheinlich auch erstmal an die Polizei wenden.
Monina: Oder siehst du da noch andere Möglichkeiten, wo man sich da vielleicht ranwenden könnte?
Ingo: Wenn ich bei einer Veranstaltung bin, würde ich mich erstmal in die Ordner wenden
Ingo: und bei den Ordnern darauf hinweisen,
Ingo: dass dort diese Drohne vielleicht ja noch gar nicht festgestellt wurde,
Ingo: noch gar nicht wahrgenommen wurde und dass die sich eben auch darum kümmern.
Ingo: Also wir sind ja üblicherweise Veranstaltungen, haben wir ja auch ein lokales
Ingo: Sicherheitspersonal oder wir haben auf jeden Fall Organisatoren,
Ingo: die sich um solche Themen auch kümmern und die entsprechend dann ja auch besser
Ingo: wissen, ob das schon gemeldet ist, ob das vielleicht bekannt ist und dann vorangehen können.
Ingo: Also ich denke, auch da sollten wir so ein bisschen gesunden Menschenverstand einsetzen.
Ingo: Das macht sicherlich gar keinen Sinn, dass wir bei jeder Drohne, die wir sehen,
Ingo: die wir gerade für etwas zu lang über ein bestimmtes Gebäude erwarten oder uns vorstellen könnten,
Ingo: dass es vielleicht nicht perfekt ist, dass sie da lang fliegt,
Ingo: die Polizei rufen oder eben auch die Pferdescheu machen.
Monina: Ja gut, ich denke, man kann das ein bisschen auch sehen, vielleicht wie eine
Monina: Person mit Handy, die irgendwo rumläuft.
Monina: Wenn ich jetzt eine Person mit Handy über so eine Baustelle laufen sehe,
Monina: würde ich jetzt auch nicht sofort die Polizei rufen, sondern vielleicht dann
Monina: mal nachfragen, wenn es mir wirklich komisch vorkommt, bei den Baustellenverantwortlichen,
Monina: darf die Person da rumlaufen?
Monina: Und wenn die sagen, jo klar, das ist der Bauherr, dann ist mir das egal.
Monina: Erst wenn die sagen, nee, da sollte eigentlich keiner rumlaufen,
Monina: dann kann ich mit dem gesunden Menschenverstand, wie du so schön gesagt hast,
Monina: überlegen, ob das Sinn ergibt, hier die Polizei zu rufen oder weitere Kontaktstellen
Monina: anzurufen und zu verständigen.
Ingo: Aber vielleicht sind die Privatpersonen, das sollten wir wirklich so sehen,
Ingo: das ist ja nicht der Hauptangriffspunkt.
Ingo: Vielleicht sind eigentlich andere Bereiche noch interessanter.
Ingo: Also was ist eigentlich mit so einem kleinen Unternehmen, wenn ich jetzt ein
Ingo: Geschäft habe mit einem kleinen Parkplatz davor oder auch eine kleine Fabrikhalle oder so etwas habe?
Ingo: Wie wehrt man sich denn da eigentlich gegen...
Ingo: Gegen unberechtigten Zugang oder Einsicht.
Monina: Da würde ich sagen, man muss jetzt den klassischen Angreifer,
Monina: der hier rumläuft, beim Handy das ausspioniert, einfach ein dreidimensionaler denken.
Monina: Also man ist jetzt nicht sicher automatisch, nur wenn man im ersten Stock ist.
Monina: Aber ich meine, alles, was im Erdgeschoss stattfindet oder auf Bodenebene,
Monina: ist ja heutzutage eigentlich auch von einer Person, die ein Handy in der Hand
Monina: hat, genauso gefährdet wie von der Drohne. Gut, die Person ist vielleicht ein
Monina: bisschen unauffälliger, aber gut, die Drohne hört man dafür.
Monina: Das heißt, man sollte da eigentlich schauen, dass man dieselben Abwehrmechanismen hat.
Monina: Also, dass man Dokumente nicht offen rumliegen lässt, wenn man nicht möchte,
Monina: dass irgendjemand sich vielleicht abfotografieren kann.
Monina: Dass man Türen und Fenster hat potenziell, die man schließen kann und abschließen kann,
Monina: wenn man keine Person mehr hat, die jetzt im Raum ist und den Raum beaufsichtigt
Monina: in der Werkstatt beispielsweise, wo auch vielleicht auch Skizzen rumliegen von
Monina: irgendwelchen oder irgendwelchen anderen wichtigen Dokumente von Arbeitsvorgängen,
Monina: dass wenn der Raum halt verlassen ist, dass der dann auch zu ist und alles abgeschlossen.
Ingo: Es ist eigentlich so, wie wir schon vor 20 Jahren gelernt haben,
Ingo: es ist gut, wenn man einen clean desk hat, wenn man einen sauber aufgeräumten
Ingo: Schreibtisch hat, wenn man am Ende des Arbeitstages die Dokumente,
Ingo: die dort nicht liegen müssen,
Ingo: vielleicht entfernt und in den entsprechenden Ordner packt oder mit einer digitalen Akte arbeitet.
Ingo: Ich glaube, da hast du ja auch gute Erfahrungen mit. Und vielleicht einfach
Ingo: zum Ende des Feierabends den Monitor ausschaltet, dass es nicht immer an ist,
Ingo: wenn man nicht im Raum ist und den nicht benutzt.
Monina: Das stimmt. Oder zumindest Dass alles, ich meine, wer einen sauberen Schreibtisch
Monina: wirklich am Ende vom Tag hat, der werfe die erste Akte, aber dass man vielleicht
Monina: zumindest die Sachen zu hat, die dann sich auf dem Schreibtisch stapeln.
Monina: Dass man da keine zu geheimen Informationen allein von der Tatsache,
Monina: was da liegt, entnehmen kann.
Ingo: Ja, das Problem ist ja, dass so ein Schreibtisch auch so ein bisschen wie so
Ingo: ein schwarzes Loch funktioniert.
Ingo: Wenn da ausreichend wenig drauf liegt, dann entsteht eine große Anziehungskraft
Ingo: und es werden sehr viele Dinge darauf dann doch wieder abgelegt.
Monina: Das stimmt.
Ingo: Ich habe das immer, ich habe einen relativ ordentlichen Schreibtisch von der
Ingo: Grundstruktur her, aber dadurch kann man alles, was man gerade nicht in der
Ingo: Hand hat, dort schnell ablegen und das ist gerade zu Beginn des Arbeitstages
Ingo: immer ein bisschen wild, wenn ich es mal so sagen darf.
Monina: Genau, aber dann wäre dann eher die Security bei Obscurity, die wir ja normalerweise
Monina: eigentlich nicht wollen, wenn dann so viel drauf liegt, dass man auch nichts mehr erkennen kann.
Monina: Genau, aber was haben wir denn, wir haben, also als Angriffsszenario einmal,
Monina: das war der optische Weg, der Spionage quasi, den kann man dadurch begegnen,
Monina: dass man da sinnvolle Sicherheitsmaßnahmen trifft.
Monina: Ich denke, viel ist immer auch Awareness, egal in welchem Bereich,
Monina: dass man sich einfach dessen bewusst wird, dass es jetzt einen dreidimensionaleren
Monina: Angriffsvektor gibt für optische, beispielsweise Ausspionierung.
Monina: Als Kleinunternehmen kann man natürlich dann überlegen, ob man in den Bereich,
Monina: den man wirklich komplett sichtgeschützt haben möchte, dann entsprechenden Sichtschutz
Monina: einbaut, irgendwie abwehrenden Netze, also irgendwie eine Form von Fliegengitter,
Monina: ausreichender Distanz zum Fenster, dass da keine Drohne nahe genug ranfliegen
Monina: kann oder verspiegelte Scheiben, ich weiß nicht genau, was es da für Optionen gäbe.
Ingo: Und ansonsten das sind wichtige Punkte also einfach, dass man sich überlegt
Ingo: was wäre, wenn da jemand reingucken könnte würde mich das stören oder nicht
Ingo: und was tue ich dafür, dass es mich dann nicht mehr stört dasselbe akustisch,
Ingo: das akustische ist übrigens ein Punkt, über den ich noch gar nicht nachgedacht
Ingo: hatte, das macht mir jetzt ein bisschen Sorgen, weil ich sehr gerne bei allen
Ingo: möglichen Gesprächen auch immer das Fenster auf habe und üblicherweise natürlich,
Ingo: also Mein Büro ist im dritten Stock in der Uni.
Ingo: Ich will davon ausgehen, dass da keiner mithören kann von draußen,
Ingo: weil ja auch die Wände dick genug zu den Nachbarn sind.
Monina: Aber da gibt es seit langem Richtfunkangriffe auch als Angriffs-Szenario.
Monina: Also das ist ja auch kein wirklich neues Szenario.
Monina: Und die Drohne im Vergleich zu irgendwelchen
Monina: gerichteten Antennen hört man wenigstens, wenn die vorbeifliegt.
Ingo: Ja, es klebt sich irgendwie ans Fenster oder unterhalb des Fensters dann an der Wand an. Das stimmt.
Ingo: Aber das würde man dann wahrscheinlich auch noch mitbekommen.
Ingo: Das ist ja dann die Sichtprüfung, die man dann an dem Gebäude auch hat.
Monina: Da sehe ich jetzt aber auch gerade einfach außen unter deinem Fenster jemanden
Monina: mit einem Klettergeschirr hängen.
Ingo: Das wäre auch sehr spannend.
Ingo: Aber ich glaube, was wir nicht ganz außer Acht lassen dürfen,
Ingo: sind so Probleme mit Entfernungen, die wir normalerweise nicht haben.
Ingo: Also wenn ich jetzt an Bluetooth denke, was eine relativ kurze Distanz hat und
Ingo: ich normalerweise davon ausgehe, dass sich ein Bluetooth-Gerät in der Nähe befindet,
Ingo: dass eben durch die Drohne dieses Bluetooth-Gerät sehr nah an mich herangebracht werden kann,
Ingo: ohne dass ich das jetzt wirklich spüre oder das erwarten würde.
Ingo: Gerade wenn die Drohne möglicherweise gelandet ist und kein Fluggeräusch mehr macht. Das stimmt.
Ingo: Das ist für mich so ein Punkt, da müssen wir vielleicht ein bisschen vorsichtiger
Ingo: werden, dass man eben bei allem, was man so macht, eher darüber nachdenkt.
Ingo: Und es könnte auch, wenn der Raum eigentlich geschützt ist und ausreichend viel
Ingo: Abstand zu Nichtbefugten ist, kann trotzdem was Unbefugtes herbeigebracht werden.
Monina: Genau, sprich jetzt, ich muss davon ausgehen, dass meine Räume,
Monina: die ich vorher als privat, weil zu weit weg definiert habe, nun auch mehr öffentlich sind.
Monina: Also ich das behandle wie einen öffentlichen Raum.
Monina: Also sprich, wenn ich irgendwie einen WLAN sehe, dass ich davon ausgehe,
Monina: dass es ein Access Point ist, der nicht automatisch geschützt ist.
Monina: Und das wäre vielleicht auch ein Punkt, wenn man jetzt irgendwo unauffällig
Monina: oder auffällig viele neue Access Points feststellt,
Monina: könnte man sich da nicht nur an die Polizei wenden, sondern wenn man den Verdacht
Monina: hat, dass das gerade spontan Angreifer, aufgespannte Netzwerke sind,
Monina: könnte man hier vielleicht auch noch darüber nachdenken, die Bundesnetzagentur
Monina: zu verständigen, dass da komische neue Access Points aufgetaucht sind.
Ingo: Ja, oder auch wenn Drohnen in der Nähe sind und auf einmal das Handynest nicht
Ingo: mehr so funktioniert, wie es soll oder beim WLAN-Schwierigkeiten auftreten,
Ingo: dass man da vielleicht eben auch entsprechend Bescheid gibt,
Ingo: dass ja eben auch Eingriffe im Funkbereich sein können.
Monina: Das heißt, wir sind jetzt schon vom kleinen Unternehmen dann auch weiter zum
Monina: generellen Unternehmen.
Monina: Das ist ja normalerweise auch einen größeren Bereich abdeckt.
Monina: Das ist ein kleines Unternehmen, das ist ja oft noch irgendwo untergebracht,
Monina: wo es eher ein öffentlicher Bereich ist.
Monina: Aber so ein großes Unternehmen hat ja wirklich teilweise eine Fläche um sich
Monina: rum und geht davon aus, dass es ein geschützter Bereich ist.
Monina: Ich meine, da sind wir ja auch dann wahrscheinlich rechtlich in einem anderen
Monina: Bereich wieder mit der Abwehr.
Ingo: Ja, da sind Unternehmen dann auch selber in der Lage, etwas zu tun.
Ingo: Also das, was man normalerweise polizeilich überlassen würde oder eben auch
Ingo: staatlichen Stellen überlassen würde, kann man hier vielleicht auch selber tätig
Ingo: werden. Das hat mich auch ein bisschen überrascht, muss ich sagen.
Ingo: Also mir war nicht bewusst, dass ein Unternehmen die Drohnen auch über dem eigenen
Ingo: Werksgelände runterbringen darf, wenn quasi keine Gefährdung des öffentlichen
Ingo: Raumes dann dabei besteht oder mit Jamming eben auch arbeiten darf.
Ingo: Aber ist ja klar, ich meine, wenn ein Unternehmen groß genug ist,
Ingo: dass sie möglicherweise ein eigenes Funknetz betreiben dürfen oder auch andere
Ingo: Funkbereiche, Frequenzbereiche benutzen dürfen, dann ist natürlich auch klar,
Ingo: dass sie auch da in der Drohnenabwehr anders arbeiten dürfen.
Monina: Ja, ich sage mal, da geben sich auch ganz andere andere Szenarien.
Monina: Also die Spionage jetzt bei einer Einzelperson oder bei einem kleinen Unternehmen
Monina: ist wahrscheinlich deutlich geringer, die Gefahr darauf, als bei einem großen Unternehmen.
Monina: Da gibt es ganz andere Schutzgüter, da lohnt sich ein viel höherer Aufwand von
Monina: einem Angreifer, der sich bei einer Privatperson unter einem normalen Umstand nie lohnen würde.
Monina: Also eine Privatperson wird wahrscheinlich nie ein Opfer von einer Spionage
Monina: mit einer Hightech-Drohne, mit einer super ausbalancierten Kamera und einem
Monina: Richtmikrofon und dergleichen werden.
Monina: Weil der Aufwand vom Angreifer viel zu hoch dafür ist, für den Output, der entstehen kann.
Ingo: Ja, auch das Produktionszettzweck ist ja viel größer. Also wenn ich mehrere Fabriken,
Ingo: also mehrere Hallen habe, die miteinander verbunden werden, zwischen denen ich
Ingo: möglicherweise Vorprodukte hin und her fahre, Da kann man natürlich auch die
Ingo: Beobachtung viel besser auf Umsatz, auf Mengen und sowas schließen,
Ingo: als man es beim Kleinunternehmen machen könnte, was alles in einem Gebäude abfertigt.
Ingo: Unsere gute Seele des Podcasts, Christian hatte gerade noch die Werksfeuerwehr
Ingo: eingeworfen, die eine gute Analogie auch wäre für die Abwehr von Drohnen.
Ingo: Das hatte ich ja auch schon mal in einer der Vorbesprechungen gesagt.
Ingo: Ich fände es ja auch eigentlich ganz cool mit Wasser einfach die Drohnen abzuwehren,
Ingo: also mit einer Wasserkanone beziehungsweise mit einem Rasensprenger oder einem Gartenschlauch.
Ingo: Wenn die tief genug fliegen, kann man die damit, glaube ich,
Ingo: schon ganz schön auf Gleichgewicht bringen und dann vielleicht zum Absturzen bringen an der Stelle.
Monina: Okay, also alle kriegen jetzt zum Geburtstag oder alle Kinder kriegen jetzt
Monina: richtig schöne hochwertige Wasserspritzpistolen mit ordentlich Druck drauf und
Monina: dann am Thron keine Chance mehr.
Ingo: Ich sage dir lieber nichts zu, ich habe letztens eine Videoplattform besucht
Ingo: und dann ein kleines Video gesehen zu testen von irgendwelchen unnützen Dingen, die man kaufen kann.
Ingo: Da war auch eine Wasserpistole mit Akku und mit der Möglichkeit sehr,
Ingo: sehr gute Schüsse abzugeben, wo dann immer so kleine Wasserstrahlen richtig abgefeuert.
Ingo: Das fand ich sehr cool. Die haben auch wirklich dann gegenseitig Tests gemacht,
Ingo: wie weit das dann fliegt und wie nass man dabei wird.
Ingo: Das wäre, glaube ich, auch eine Form der Drohnenabwehr, die vielleicht spannend sein könnte.
Monina: Ja, aber wir haben gelernt, da muss man vorsichtig sein, wurde jetzt sehr schön
Monina: beleuchtet, dass wir im Privaten damit eigentlich erstmal nicht gegen Drohnen
Monina: vorgehen dürfen, die bei uns fliegen.
Monina: Ich meine, wenn man aussehen eine erwischt, dann muss das irgendwie die Hausratsversicherung
Monina: abklären, wenn man jetzt nicht damit gerechnet hat, dass durch die Luft,
Monina: wo man gerade sich die Wasserschlacht liefert, eine Drohne fliegt,
Monina: muss das die Hausratsversicherung vielleicht klären oder irgendwelche anderen Versicherungen.
Monina: Aber generell gezielt ist das erstmal nicht das, was wir wollen.
Ingo: Nee, das ist ja auch genauso wie auf der Brücke stehen und auf Autos runter,
Ingo: also was die Kinder oft da machen, irgendwie runterspucken.
Ingo: Das ist ja auch vielleicht ganz lustig, aber für die Autofahrer kann das eben
Ingo: auch sehr überraschend sein.
Ingo: Wenn so eine Drohne auf einmal runterfällt, ist das bestimmt auch für Menschen,
Ingo: die im Straßenverkehr sind oder so, auf einmal sehr überraschend und kann auch
Ingo: zu Scherenunfällen führen.
Ingo: Also von daher nicht nur ein kleiner Spaß am Rand, sondern auch wirklich ernst
Ingo: gemeint, als Privatpersonen, als Menschen, die sich nicht wirklich damit auskennen,
Ingo: auch mit der Risikoabschätzung nicht wirklich vertraut sind,
Ingo: keinen Eingriff auf Drohnen wagen.
Ingo: Einfach fliegen lassen, melden oder einfach auch mal umdrehen,
Ingo: Handtuch zur Seite holen, Unterlagen zusammenpacken oder was drauflegen.
Ingo: Aber bevor wir eingreifen, sollten wir das lieber Leuten überlassen oder Institutionen
Ingo: überlassen, die sich wirklich damit auskennen und das so machen,
Ingo: dass eben dabei nicht Dritte gefährdet werden.
Monina: Ich finde, das war ein sehr, sehr schönes Schlusswort. Ich würde sagen,
Monina: damit belassen wir es jetzt auch bei dem fantastischen Interview und der kurzen
Monina: Nachbesprechung, die wir heute hatten.
Monina: Das war die Sicherheitslücken-Folge zu rechtlichen Aspekten von Drohnen und
Monina: Gefährdungen durch Drohnen.
Monina: Ihr könnt die Sicherheitslücke überall dort finden, wo es Podcasts gibt und
Monina: auch auf unserer Webseite www.sicherheitslücke.fm.
Monina: Den Link zu unserer Webseite und zu Weiterfinden halten findet ihr in den Shownotes,
Monina: genau wie auch den Link zu den sozialen Medien. Empfehle den Podcast gerne weiter.
Monina: Das hilft uns. Das ist schön, wenn man dann von irgendwelchen Leuten hört,
Monina: dass sie den Podcast gehört haben und Anmerkungen haben.
Monina: Deswegen auch gerne, wenn ihr Anmerkungen habt, gebt die, wir versuchen dort darauf einzugehen.
Monina: Die Kapitelbilder sind von der tollen Anne Vogt und die Produktion übernimmt
Monina: hier wieder Christian Friedrich. An beide auch vielen Dank.
Monina: Die Sicherheitslücke ist ein Podcast der Hamburg Open Online University.
Monina: Auch hier vielen Dank für die Unterstützung. Wir verabschieden uns und bis zur
Monina: nächsten Folge. Monina Schwarz.
Ingo: Ingo Timm und auch in Abwesenteut bei der letzten Diskussionsrunde Volker Skwarek.
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